Perkutane transluminale Angioplastie

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  • Perkutane transluminale Angioplastie ist ein minimal-invasives Verfahren
  • Behandelt werden Gefäßverengungen mittels Ballondilatation
  • Ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung
  • Kann mit Stentimplantation kombiniert werden
  • Anwendung z. B. bei koronarer Herzkrankheit und peripherer arterieller Verschlusskrankheit

 

Was ist eine perkutane transluminale Angioplastie (PTA)?

Die perkutane transluminale Angioplastie, abgekürzt häufig mit PTCA oder PTA, ist ein minimal-invasives Behandlungsverfahren zur Erweiterung von verengten Blutgefäßen. Unter radiologischer Kontrolle wird durch die Haut (perkutan) über einen Katheter ein Ballon in das Gefäß eingeführt und aufgeblasen (Ballondilatation). Dadurch wird das Gefäß erweitert, sodass das Blut wieder ungehindert fließen kann. Bei Bedarf wird im Gefäß zusätzlich ein Stent gesetzt, der die Verengung dauerhaft offenhält. Häufig findet der Ballonkatheter bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) in den Beinarterien Verwendung.

Wann wird eine perkutane transluminale Angioplastie durchgeführt?

Die perkutane transluminale Angioplastie gilt als Standardbehandlung bei Patienten mit Verengungen oder Verschlüssen im Gefäßsystem. Das Verfahren kann in verschiedenen Körperregionen zum Einsatz kommen – etwa bei Arterien in Becken, Beinen und Armen sowie bei der Aorta und der Halsschlagader. Auch wenn Gefäße in den Nieren verengt sind, kann die Ballondilatation hilfreich sein, wie Studien bei Patienten mit Transplantatnierenarterienstenose zeigen1. Darüber hinaus wird sie als PTA am Herz zur Erweiterung der Herzkranzgefäße bei koronarer Herzkrankheit (KHK) genutzt.

 

Wie läuft eine perkutane transluminale Angioplastie ab?

Wie erfolgreich ist die perkutane transluminale Angioplastie?

Die perkutane transluminale Angioplastie wird bereits seit den 1960er Jahren erfolgreich eingesetzt, um verschiedene Arten von Engstellen in Blutgefäßen durch Aufdehnen zu behandeln. Seit dem Jahr 2000 sorgt sie dafür, dass die Zahl operativer Myokardrevaskularisationen (offenes Operationsverfahren mit Herz-Lungen-Maschine) rückläufig ist2.

Generell gilt das minimal-invasive Verfahren als sehr schonend und bei vielen Arten von Gefäßverengungen als vielversprechend. Insbesondere in Kombination mit dem Einsetzen eines Stents können dank der PTA viele Operationen vermieden werden. Ob die Ballondilatation im individuellen Fall die richtige Behandlungsmethode ist, muss jedoch für jeden Patienten individuell entschieden werden.


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Welche Risiken können bei einer PTA auftreten?

Die Behandlung einer verengten Stelle in einer Arterie mit einem Ballonkatheter ist immer nur eine symptomatische Behandlung. Sie ändert also nichts an der zugrundeliegenden Erkrankung, sondern beseitigt lediglich deren Folgen. Die Aufdehnung von Arterien oder verschlossenen Herzkranzgefäßen mittels Ballondilatation gilt zwar als sicher, jedoch kann es auch hier zu Komplikationen kommen. So können sich Thrombosen bilden, die einen Gefäßverschluss provozieren können. Zudem können sich Teile der Gefäßwand lösen oder es können Verwachsungen auftreten (meist bei gleichzeitigem Setzen eines Stents). Dadurch kann langfristig eine weitere Operation erforderlich werden.

 

Wie erfolgt die Nachsorge?

Nach dem Eingriff verbleiben die Patienten für mehrere Stunden, in Ausnahmefällen auch über Nacht, in der Klinik. Im Anschluss sollten für eine Zeitlang blutverdünnende Medikamente eingenommen werden, um das Risiko für Thrombosen zu senken. Empfohlen werden zudem regelmäßige Kontrolltermine sowie die Umsetzung eines gesunden Lebensstils mit ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung.

 

Woran erkennt man eine gute Klinik für eine perkutan durchgeführte transluminale Angioplastie?

Eine gute Klinik für eine perkutane transluminale Angioplastie sollte über ein eigenes Katheter-Labor sowie die notwendige Expertise im kardiologischen Bereich verfügen. Da es sich bei der Angioplastie um ein Standardverfahren handelt, sind auch viele kleinere Kliniken in der Lage, diesen Eingriff professionell auszuführen. Wichtig ist, dass Betroffene sich bei den behandelnden Ärzten gut aufgehoben fühlen, dass eine umfangreiche Aufklärung über die Behandlung erfolgt und die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten und niedergelassenen Ärzten gegeben ist.

 

Häufige Fragen zur transluminalen Angioplastie

Quellenliste

1 Kuchlbauer, Stephanie „Transplantatnierenarterienstenose: Perkutane transluminale Angioplastie als Firt-Line-Therapie“, Dissertation, Universität Regensburg, 08.01.2009, 10.5283/epub.12082, https://epub.uni-regensburg.de/12082/ (Datum des Zugriffs: 20.11.2023)

2 Klotz, Stefan et al. „Moderne Verfahren in der operativen Myokardrevaskularisation“, In: Dtsch Arztebl 2007; 104(48): A-3334 / B-2933 / C-2831https://www.aerzteblatt.de/archiv/57787/Moderne-Verfahren-in-der-operativen-Myokardrevaskularisation (Datum des Zugriffs: 20.11.2023