Geburtshilfe

Geburtshilfe in 30 Sekunden

  • Teilbereich der Gynäkologie
  • Experten-Team von Geburtshelfern, Hebammen, Entbindungspflegern (und Gynäkologen)
  • Beratung und Betreuung werdender Mütter vor und nach der Geburt
  • Durchführung aller relevanten Untersuchungen während der Schwangerschaft
  • Entbindung in Geburtsklinik, Geburtshilfezentrum oder zuhause möglich

Was bedeutet Geburtshilfe?

Die Geburtshilfe ist ein wichtiger Teilbereich der Gynäkologie. Neben der Überwachung von Schwangerschaften stehen die Vorbereitung und Durchführung der Geburt sowie deren Nachbehandlung im Fokus. Falls erforderlich, gehören auch im Zusammenhang mit Geburt und Schwangerschaft durchgeführte Operationen zur Geburtshilfe.

 

Warum ist die Geburtshilfe so wichtig?

Für werdende Eltern ist die Geburt ihres Kindes ein Ereignis, das alles verändert. Doch bereits in den Monaten vor dem errechneten Geburtstermin gibt es einiges zu beachten: Regelmäßige Untersuchungen des ungeborenen Babys sowie der Mutter sind genauso wichtig, wie Geburtsvorbereitungskurse oder die Beschäftigung mit der Frage, wie die Entbindung als solche ablaufen soll.

Mit all ihren Fragen und Problemen sind angehende Mütter und Väter bei den Ansprechpartnern aus der Geburtshilfe gut aufgehoben: Hebammen und Geburtshelfer, Ärztinnen und Ärzte kümmern sich um die Überwachung der Schwangerschaft, die Betreuung im Kreißsaal sowie die Nachsorge im Anschluss an die Entbindung. So können die werdenden Eltern sichergehen, dass die Geburt ihres Kindes von Beginn an in den besten Händen ist.

Welche Bereiche deckt die Geburtshilfe ab?

Die Entbindung in einer Klinik ist deutschlandweit die häufigste Art der Geburt: Bei mehr als 787.000 Geburten im Jahr 2018 kamen über 770.000 Neugeborene in einem Krankenhaus zur Welt 1. Das hat einen guten Grund: Die meisten werdenden Eltern möchten nicht auf die Geburtshilfe verzichten und sich während der Entbindung bestmöglich medizinisch betreut wissen. Diese optimale Betreuung beginnt bereits Monate vor dem Entbindungstermin und ist auch nach der Entlassung von Mutter (bzw. Eltern) und Kind noch lange nicht vorbei.

Vorbereitung auf die Geburt

Medizinische Behandlung von Mutter und Kind

Entbindung im Krankenhaus

Betreuung nach der Geburt

Warum ist die Kombination aus Geburtshilfe und Geburtsklinik sinnvoll?

In einer Geburtsklinik mit integrierter Geburtshilfe arbeiten alle Spezialisten aus dem Bereich Frauenheilkunde / Gynäkologie und Geburtshilfe Hand in Hand. Hier werden Schwangere vor, während und nach dem großen Ereignis genauso intensiv betreut wie werdende Väter oder Partnerinnen und Partner von Schwangeren. Sollten Komplikationen auftreten, sind gynäkologische Fachärzte jederzeit zur Stelle – das gilt sowohl in der pränatalen Phase als auch während und nach der Geburt.

 

Woran erkennt man eine gute Geburtshilfe?

Eine gute geburtshilfliche Abteilung erkennt man an der Professionalität des Teams, der funktionierenden, interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen sowie einer einfühlsamen, zugewandten Betreuung.

Gerade für Mütter und Väter, die zum ersten Mal ein Kind auf die Welt bringen, ist es oft entscheidend, dass sie sich mit allen Fragen und Problemen an einen kompetenten Ansprechpartner wenden können, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Darüber hinaus sollten Geburtshilfezentrum und Klinik modern ausgestattet sein und nach Möglichkeit eine Kooperation mit einer Kinderklinik bzw. einem Perinatalzentrum bieten.

Häufige Fragen an die Geburtshilfe

Welche Ärzte sind bei der Geburt dabei?

Wann darf man nach der Geburt wieder nach Hause?

Ist bei einer Geburt immer eine Hebamme dabei?

Quellenliste

1 Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste „Überblick über Versorgungsstrukturen in der Geburtshilfe – Deutschland, Dänemark, Schweden und Norwegen“, Fachbereich:
WD 9: Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Aktenzeichen WD 9 – 3000 – 012/21, 2021,
S. 5, https://www.bundestag.de/resource/blob/844764/ac656a16f259978b379e41f649f39865/WD-9-012-21-pdf-data.pdf
(Datum des Zugriffs: 26.04.2022)

2 Reitzel, Lukas et al. „Gestationsdiabetes in Deutschland: zeitliche Entwicklung von Screeningquote und Prävalenz“, Journal of Health Monitoring
· 2021 6(2) DOI 10.25646/8324, Robert Koch-Institut, Berlin,
S. 3, https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/Focus/
JoHM_02_2021_Schwangerschaftsdiabetes.pdf?__blob=publicationFile
 (Datum des Zugriffs: 26.04.2022)