Bei Belastungsinkontinenz oder Stressinkontinenz verlieren Betroffene z. B. beim Husten oder Lachen unwillkürlich Urin. Die Dranginkontinenz (auch Reizblase, überaktive Blase, Overactive Bladder, OAB) zwingt durch plötzlichen starken Harndrang zum Wasserlassen6. Die Mischinkontinenz ist eine Kombination aus Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz. Bei der Überlaufinkontinenz entleert sich die übervolle Blase ohne vorherigen Harndrang. Reflexinkontinenz ist der unkontrollierbare Urinverlust z. B. bei einer Querschnittslähmung. Bei der extraurethralen Inkontinenz fließt Urin durch fehlgebildete Gänge ab.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Inkontinenz ist die fehlende Fähigkeit, Blasen- oder Darminhalt einzuhalten und kontrolliert abzugeben.
- Häufige Formen der Harninkontinenz oder Blasenschwäche sind Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz sowie Mischformen.
- Ursachen sind z. B. Bindegewebsschwäche nach Schwangerschaft und Geburt, Übergewicht, bestimmte Medikamente, Operationen, hohe körperliche Belastungen, chronischer Husten, Verstopfung und Nervenerkrankungen.
- Wichtig ist eine rechtzeitige Therapie, um eine Verschlechterung zu verhindern.
- Eine Behandlung ist mit physikalischen, medikamentösen und operativen Therapien möglich.
- Zur Vorbeugung sollte man den Beckenboden trainieren, schonende Sportarten betreiben, Übergewicht reduzieren, Verstopfung meiden und ausreichend trinken.




