Das papilläre Schilddrüsenkarzinom geht von Schilddrüsenepithelzellen (Thyreozyten) aus. Das sind die Zellen in der Schilddrüse, die Botenstoffe produzieren und kleine Bläschen (Follikel) bilden, in denen diese Hormone gespeichert werden. Der Begriff „papillär“ bedeutet „warzenförmig auswuchernd“. Etwa 80-90 % aller bösartigen Schilddrüsenkrebse fallen in diese Kategorie.3 Sie wachsen langsam und bilden später oft Absiedelungen (Metastasen) in die Lymphknoten. Da die Krebszellen den gesunden Schilddrüsenzellen ähneln, spricht man auch vom „differenzierten Schilddrüsenkrebs“.

Wichtiges in 30 Sekunden
- Schilddrüsenkrebs zählt zu den selteneren bösartigen Tumoren
- 90 % der Schilddrüsenkarzinome sind gut zu behandeln
- Bei früher Diagnose, schneller Therapie und ohne Metastasen ist die Prognose gut
- Mögliche Symptome sind z. B. Lymphknotenschwellungen, Atem-/Schluckbeschwerden, Heiserkeit
- Wichtigste Behandlungsformen sind Operation, Radiojodtherapie und Schilddrüsenhormongabe

