Menschen mit einer angeborenen Schwäche der Blutgefäßwände bzw. des Stützgewebes der Hämorrhoiden haben häufiger Hämorrhoidalleiden. Inzwischen haben Forscher im menschlichen Genom auch Gene entdeckt, die zu einem erhöhten Risiko für Hämorrhoidalleiden beitragen. Das bedeutet, dass den vergrößerten Hämorrhoiden teilweise eine erbliche Fehlfunktion der glatten Muskulatur, der Blutgefäße und des Bindegewebes in diesem Bereich zugrunde liegt.5, 6

Hämorrhoiden in 30 Sekunden
- Hämorrhoiden sind ringförmig angeordnete, durchblutete Gefäßpolster zwischen dem Ausgang des Enddarms und dem After.
- Geschwollene, erweiterte Hämorrhoiden werden in der Medizin Hämorrhoidalleiden genannt.
- Typische Beschwerden sind Blutungen beim Stuhlgang, Jucken, Fremdkörpergefühl und ein Austreten weicher Knoten aus dem After.
- Um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen, sollten Patienten Auffälligkeiten und Beschwerden durch eine ärztliche Untersuchung abklären lassen.
- Hämorrhoiden werden in frühen Stadien konservativ und minimal-invasiv behandelt, später operativ.
- Zur Therapie gehören u. a. Lebensstil-Maßnahmen wie ballaststoffreiche Ernährung, viel Bewegung.
