Wie kann man einer Herzinsuffizienz vorbeugen?
Eine Herzinsuffizienz entsteht häufig über Jahre, oft durch dauerhaft erhöhte Belastung des Herzens oder durch Erkrankungen der Herzkranzgefäße und Herzklappen. Nicht jede Herzinsuffizienz lässt sich verhindern, aber das Risiko kann deutlich gesenkt werden, wenn typische Auslöser früh erkannt und behandelt werden.
- Bluthochdruck behandeln lassen, weil er das Herz langfristig überlastet.
- Blutfette senken, falls erhöht, um das Risiko für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheit zu reduzieren.
- Diabetes gut einstellen, um Gefäße und Herz zu schützen.
- Regelmäßig körperlich aktiv sein, angepasst an die eigene Belastbarkeit.
- Gewicht reduzieren, falls Übergewicht besteht, weil es Blutdruck und Stoffwechsel belastet.
- Nicht rauchen und Alkohol nur maßvoll
- Regelmäßige Kontrollen wahrnehmen, besonders bei Risikofaktoren oder wenn neue Beschwerden auftreten.

Woran erkennt man eine gute Klinik bei einer Herzinsuffizienz?
Eine gute Klinik hat klare Abläufe für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz und bei akuter Verschlechterung. Bei chronisch Erkrankten steht eine leitliniengerechte Einstellung der Medikamente, Patientenschulung und eine gut organisierte Nachsorge im Vordergrund, damit sich Beschwerden nicht verschlechtern und erneute Krankenhausaufenthalte möglichst vermieden werden. Bei akuter Atemnot oder rascher Verschlechterung ist eine schnelle ärztliche Behandlung überlebenswichtig.
Entscheidend ist also, dass die kardiologische Abteilung der Klinik eine strukturierte Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz beherrscht und bei Bedarf rasch eskalieren oder verlegen kann, zum Beispiel bei schwerer Entgleisung, Rhythmusstörungen oder wenn eine invasive Behandlung nötig wird. Ein Qualitätsmerkmal ist eine spezialisierte Einheit oder eine Anbindung an eine Heart Failure Unit und ein verlässliches Netzwerk mit Herz- und Gefäßzentren, damit auch komplexe Verfahren bei Bedarf ohne Zeitverlust verfügbar sind.
FAQs „Herzinsuffizienz“