Teil 7 der EJK-Gesundheitsserie: Tipps für den Hochsommer

Zuletzt aktualisiert am 19.07.2021

Bei Hitze einen kühlen Kopf behalten

Dannenberg. Der Hochsommer ist da und mit ihm Temperaturen um die 30 Grad und darüber. Für viele Menschen, besonders für werdende Mütter im letzten Trimester ist Hitze eine Tortur. Frau Dr. med. Sabine Kotschken, Fachärztin für Innere Medizin an der Elbe-Jeetzel-Klinik, gibt allgemeine Tipps, wie das Wetter gut zu meistern ist: „Nehmen Sie sich ein Beispiel an den hitzeerprobten Südeuropäern: Bleiben Sie im Schatten, und verlegen Sie körperliche Aktivitäten in die Morgen- oder Abendstunden. Ansonsten können Sonnenstich oder Hitzschlag die Folge sein.“

Sonnenstich

Ein Sonnenstich entsteht durch lang andauernde direkte Sonneneinwirkung auf Kopf und Nacken mit der Folge, dass die Hirnhäute anschwellen. Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit mit Erbrechen sind die Folge. Des Weiteren haben die Betroffenen einen heißen, hochroten Kopf bei ansonsten unauffälliger Haut. Sie leiden unter Wahrnehmungs- und Koordinationsstörungen, Benommenheit, Herzrasen, Nackensteifigkeit. Bei Kindern tritt zusätzlich oft hohes Fieber auf. Die Symptome können oft erst Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auftreten. Helfen Sie Betroffenen, indem Sie sie in den Schatten bringen, kühlende Tücher und Getränke anbieten und den Oberkörper höher lagern.

Hitzschlag

Ein medizinischer Notfall ist der Hitzschlag, der entsteht, wenn der Körper keine Wärme abgeben kann. Zum Beispiel bei Flüssigkeitsmangel, zu dicker oder schweißundurchlässiger Kleidung, bei hoher Umgebungswärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Anzeichen für einen drohenden Hitzschlag können sein: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel, Desorientiertheit und zunehmende Bewusst-seinseintrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit. Rufen Sie den Notarzt, bringen Sie Betroffene in den Schatten und kühlen Sie den Körper mit feuchten Tüchern.


Um zu vermeiden, dass es zu einem Sonnenstich oder zum Hitzschlag kommt, rät Dr. Kotschken, besonders folgende Punkte zu beachten:

  1. Trinken Sie ausreichend! Vor allem Wasser und ungesüßte Fruchtsäfte helfen, den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Wasserhaltige Früchte sind zudem eine gute Ergänzung – gerade bei Kindern. Auf Alkohol, übermäßigen Kaffeekonsum oder Energydrinks sollte man verzichten, da sie den Kreislauf zusätzlich belasten. Bei Autofahrten empfiehlt es sich, immer Getränke mitzunehmen.
  2. Tragen Sie luftige Kleidung. Weite und helle Kleidung verhindert, dass sich die Hitze am Körper staut.
  3. Vermeiden Sie körperliche Belastung. Wer nicht muss, sollte tagsüber keine schwere körperliche Arbeit verrichten oder sie in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.
  4. Schützen Sie sich vor der Sonne. Um einen Sonnenbrand zu verhindern, sollten Sie sich mit einer Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor eincremen. Auch hier gilt es, besonders auf Kinder zu achten, da ihre Haut empfindlicher ist. Am besten, die pralle Sonne zur Mittagszeit und am frühen Nachmittag zu meiden.
  5. In der Schwangerschaft ist die Haut viel empfindlicher – also am besten nochmal extra auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Außerdem lassen sich so lästige Pigmentflecken besser vermeiden. Gut ist es auch, möglichst parfumfreie Lotions und Cremes zu benutzen.
  6. Kinder, ältere Menschen, aber auch Tiere nicht im Auto warten lassen – auch nicht für kurze Zeit – das Auto wird schnell zum Backofen.

Foto: Pflegekräfte Station 3

Zu den Aufgaben der Pflegekräfte gehört die Kontrolle der Flüssigkeitszufuhr, insbesondere bei älteren Patienten, da diese zu einem verminderten Durstempfinden neigen.



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