Schilddrüsen-Zentrum

Dr. med. Gilbert Mugomba

Chefarzt - Allgemein-, Gefäß-, Viszeral- und spezielle Viszeralchirurgie

Chefarztsekretariat

Dore Lachmann

Tel. +49 (0) 5961 83-2201
Fax: 05861 83-2199

 

Welche Aufgabe hat die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse und für den Energiehaushalt und den Grundumsatz des Körpers zuständig. Bildet die Schilddrüse zu wenig Hormon (Unterfunktion),sind die Betroffenen häufig müde und antriebslos. Bildet die Schilddrüse zu viel Hormon (Überfunktion), kommt es zu Übererregbarkeit, Nervosität, Hitzegefühl, Heißhunger, Zittern der Hände, Hervortreten der Augen und Herzklopfen.

Welche Ursachen haben Schilddrüsenerkrankungen?

Ursachen von Schilddrüsenerkrankungen – Unter- und Überfunktionen – werden meistens durch Entzündungen, gutartige Tumore oder Autoimmunkrankheiten
verursacht. Bei bösartigen Tumoren gilt: Je früher der Tumor erkannt wird, desto besser. Die gutartige Vergrößerung der Schilddrüse ohne Über- oder Unterfunktion bedarf meistens keiner operativen Behandlung. Hier reicht es häufig, die Erkrankung mit Tabletten zu behandeln.

Welche Untersuchungsmethoden gibt es?

Wichtig ist zunächst die Erfassung der Krankengeschichte und der Symptome. Durch Blutuntersuchungen kann man die Menge der Hormone bestimmen und Rückschlüsse auf Über- und Unterfunktionen schließen. Auch gibt es Werte, die auf Entzündungen hinweisen. Zur Größenerfassung und Erkennung von Knoten wird ein Ultraschall durchgeführt. Auch sollte vor einer Behandlung immer eine Szintigrafie gemacht werden. Sie sagt aus, wo in der Schilddrüse vermehrt oder vermindert Hormon hergestellt wird.

Wann muss operiert werden?

Schilddrüsenoperationen werden vor allem zum Ausschluss und zur Behandlung
von Schilddrüsenkrebs durchgeführt. Aber auch gutartige Tumore bedürfen bei einer Überfunktion derSchilddrüse möglicherweise einer Operation. Eine Überfunktion der Schilddrüseohne Knoten (z. B. Morbus Basedow) kann vorübergehend mit Medikamenten behandelt werden, bedarf aber häufig längerfristig einer Operation oder Bestrahlung mit radioaktivem Jod.
Ist die Schilddrüse so groß gewachsen, dass sie deutlich sichtbar ist, kann sie ein Hindernis für Speiseröhre, Luftröhre oder Blutgefäße werden. In diesem Fall sollte man die Schilddrüse operativ verkleinern oder ganz entfernen.

Welche Risiken birgt eine Operation?

In Vollnarkose wird die Schilddrüse über eine Öffnung im unteren Drittel des Halses freigelegt und von den Nachbarorganen, wie Stimmbandnerv oder Nebenschilddrüsen, isoliert. Alle erkrankten Stellen der Schilddrüse werden entfernt. Bei der Lösung der Schilddrüse kann es zu Verletzungen der Nachbarorgane, wie der Nebenschilddrüsen oder der oberen und unteren Stimmbandnerven, kommen. Dies kann zu Heiserkeit führen. Nachblutungen sind eine seltene Komplikation, die ein rasches Handeln erfordert.

Wie sieht der Ablauf in der Klinik aus?

Vor der Operation werden Szintigrafie, Ultraschall und Hormonbestimmung durchgeführt. Auch werden die Stimmbänder vor der Operation überprüft. Am Tag der Operation werden die Patienten morgens in der Elbe-Jeetzel-Klinik stationär aufgenommen. Die Operation erfolgt am Vormittag, so dass die Patienten in der Regel um die Mittagszeit wieder auf ihrem Zimmer sind und ein leichtes Mittagessen bekommen. Meist bleiben die Patienten zwei Tage stationär.