Bundesfreiwilligendienst

Zuletzt aktualisiert am 11.03.2022

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist ein freiwilliges Engagement und eine Tätigkeit zum Wohle der Gemeinschaft. Er gibt jungen Menschen die Gelegenheit, beruflich erste Eindrücke zu gewinnen und kann damit bei der Berufswahl Orientierung bieten. Die Tätigkeitsfelder des BFD erstrecken sich u.a. auf soziale, ökologische, kulturelle oder sportliche Bereiche. In der Elbe-Jeetzel-Klinik (EJK) werden die umgangssprachlich „Bufdis“ genannten Kräfte regelmäßig eingesetzt. Einer von Ihnen ist Benedikt, 17 Jahre aus Hitzacker. Er strebt eine Ausbildung zum Notfallsanitäter an und bereitet sich mit seinem Jahr beim BFD auf diese Ausbildung vor.

Welche Aufgaben übernehmen Bundesfreiwilligendienstleistende?     
Benedikt erzählt von seinem ersten Tag in der Klinik: „Zu allererst wurde ich im Thema Hygiene geschult. Die zuständige Hygienefachkraft hat in einer einstündigen Unterweisung erklärt, worauf aus hygienischer Sicht besonders zu achten ist. Danach wurde mir das gesamte Gebäude gezeigt und ich konnte zusammen mit den Kollegen aus dem Transportdienst erste Arbeiten erledigen. Dazu gehören die Beförderung von Patienten beispielsweise vom Röntgen oder anderen Funktionsabteilungen auf die Station und zurück oder das Holen und Bringen von medizinischen Unterlagen oder Laborproben. Ich wurde gut eingewiesen, bekam ein eigenes Telefon und fühlte mich gebraucht. Im Laufe des Jahres werde ich noch an anderer Stelle tätig sein. Mein Wunsch ist Station 2, die Innere Abteilung. Dort durfte ich schon gelegentlich helfen, die Patientenwünsche entgegenzunehmen und zu erfüllen. Das Team der Abteilung ist sehr kollegial, die Hierarchien sind flach und man traut mir etwas zu. So durfte ich schon Patienten bei der Körperpflege helfen oder Mahlzeiten austeilen. Der Bundesfreiwilligendienst ist für mich eine gute Voraussetzung für meinen späteren Beruf. Ich rechne mir nach abgeschlossenem Jahr beim BFD größere Chancen aus, eine Ausbildungsstelle zum Notfall-Sanitäter zu bekommen.

Erfahrungen im Stationsdienst

Maureen, 18 Jahre aus Gartow am See ist von Anfang an auf Station 2 im Stationsdienst tätig. Sie wollte erst in den OP oder andere Abteilungen kennenlernen, hat dann aber großes Gefallen an der Arbeit auf Station 2 gefunden und bleibt dort auch bis zum Ende Ihres Einsatzes, was nicht ausschließt, dass sie auch einmal woanders aushilft, wenn es Engpässe gibt. Sie erzählt, dass sie gerne auch einmal den Nachtdienst kennenlernen möchte. Ob das möglich ist, ist gerade in der Abstimmung. Wenn Medikamente ausgegeben werden, schaut sie mit Interesse zu und recherchiert gern auch einmal im Internet, welche Wirkung Medikamente haben oder was man unter einer „Herzinsuffizienz“ genau versteht. Bei der Übergabe zwischen zwei Diensten schreibt sie sich genau auf, was es alles zu beachten gibt oder was in der Schicht zuvor vorgefallen ist, wer nüchtern bleiben muss oder wessen Entlassung bevorsteht. Wenn sie im Frühdienst ist, misst sie täglich um 11 Uhr unter Aufsicht Blutzucker bei den Patienten. Sie weiß jetzt, dass sie nach dem BFD gern eine Ausbildung zur Pflegefachfrau in der Elbe-Jeetzel-Klinik anschließen möchte.

Vorbereitung auf das Medizinstudium


Daria ist 19 Jahre alt und möchte gern Medizin studieren. Zur Vorbereitung auf ihr Studium und zur Überbrückung möchte sie gern etwas Praktisches machen und dabei erfahren, wie ein Krankenhaus funktioniert. Sie hat bereits ein Schulpraktikum an der Elbe-Jeetzel-Klinik absolviert und ist seit Beginn ihres BFD auf der Station 1, im Bereich der Chirurgie, eingesetzt. Es gefällt ihr dort so gut, dass sie auch gerne für den Rest der Maßnahme dort eingesetzt werden möchte. Besondere Lichtblicke sind für sie, wenn ein zunächst sehr kranker Patient deutliche Fortschritte macht. Es gibt aber auch negative Momente und sie rät allen angehenden Bufdis, sich gut mit dem Einsatz auseinanderzusetzen und keine unrealistischen Vorstellungen zu haben, wofür manche Serien im Fernsehen verantwortlich sein könnten. Die Arbeit beim BFD in der EJK ist eine anspruchsvolle, erfüllende Tätigkeit, bei der man sich gebraucht fühlt und von Anfang an ein Teil des Teams ist.

Foto: Daria D. Benedikt H. im Bundesfreiwilligendienst  
Einsatzort: Elbe-Jeetzel-Klinik Dannenberg



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